Bitte laufen Sie rechts ran
Laufbuch

Bitte laufen Sie rechts ran!

Vor einiger Zeit bin ich beim Surfen auf das Blog Laufen hilft von Markus Heidl gestoßen. In dem Artikel Hurra, hurra! Mein Buch ist da! schreibt er dort von seinem Buch, das er vor kurzem veröffentlicht hat. Es heißt “Bitte laufen Sie rechts ran! – Träume eines Läuferlebens”. Ein Blogger, der ein Laufbuch geschrieben hat? Das hörte sich interessant an und ohne lange zu überlegen, bestellte ich das Werk.

Bitte laufen Sie rechts ran – das Laufbuch eines Bloggers

Laufbuch mit 31 Geschichten

Das Buch “Bitte laufen Sie rechts ran!” beinhaltet 31 verschiedene Geschichten, die sich mehr oder weniger viel mit dem Laufen beschäftigen. Ursprünglich dachte ich, es handele sich um Schilderungen von selbst erlebten Geschehnissen. Das ist aber nur bei einem Teil der Geschichten der Fall. Den größten Teil des Buches machen fiktionale Erzählungen aus. Am besten hat mir davon die Kaisa-Geschichte gefallen, die inklusive Prolog und Finale aus 8 Teilen besteht. Sie beginnt als romantische Liebesgeschichte, verwandelt sich mittendrin zur Dystopie und endet mit einem finalen 5.000 Meter-Lauf.

Neben den Geschichten gibt es auch einige Sachbuchinhalte. Diese handeln z. B. von der Motivation mit dem Laufen anzufangen und dabei zu bleiben (Warum wir laufen). Etwas unpassend für ein Laufbuch fand ich das Kapitel über die Aktivistin Tina, das sich mit den Folgen der Massentierhaltung beschäftigt. Auch das 3-seitige Kapitel über die innere Unruhe gehört meiner Meinung nach nicht in ein Laufbuch.

2 Gedichte gibt es auch noch. Beide zählen meiner Meinung nach nicht zu den Höhepunkten und ich hätte sie auch in einem Buch mit Laufgeschichten nicht erwartet.

Am Ende von “Bitte laufen Sie rechts ran!” gibt es noch ein Highlight. Im Anhang werden nämlich 15 Laufregeln aufgeführt. Regeln wie “Nicht laufen, wenn man krank ist” sind natürlich allbekannt, aber es gibt auch einige Weisheiten über die sich nachzudenken lohnt. Die Regel 6 lautet “Jeder ist anders” und beschäftigt sich damit, dass jeder Läufer anders ist und dementsprechend auch anders auf Trainingsreize reagiert. Vergleiche unter Läufern sind deshalb nur bedingt sinnvoll.

Mein Fazit:

Das Buch spannt einen weiten Bogen aus allen möglichen Inhalten. Es gibt eigene Erlebnisse, fiktionale Geschichten, Sachbuchinhalte und Gedichte. Einerseits ist also für jeden etwas dabei. Andererseits wird auch jeder Leser etwas finden, das ihm nicht gefällt und das ihn langweilt.

“Bitte laufen Sie rechts ran!” hat 306 Seiten. Ich habe mir die E-Book-Variante für 5 Euro bestellt. Für den Preis findet man auf jeden Fall genug interessanten Lesestoff. Die Druckvariante kostet knapp 12 Euro.

Erik betreibt dieses Laufblog und ist ein begeisterter Läufer. Er trainiert viermal die Woche, startet bei Lauf-Wettkämpfen und bei Parkruns. Wenn du ihn triffst und er läuft gerade nicht, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Verwechslung ;-)

3 Kommentare

  • Markus

    Hallo Erik,

    Vielen Dank für deine Rezension! Freut mich, dass dir das Buch (zumindest teilweise) gefallen hat. Warum passt deiner Meinung nach die innere Unruhe denn nicht in ein Laufbuch?

    Viele Grüße
    Markus

    • Erik

      Ich finde das Thema ist zu vielschichtig um es auf 3 Seiten abzuhandeln. Du hast geschrieben, dass innere Unruhe eine Zivilisationskrankheit ist und das Laufen als Lehrmeister dient. Das hört sich für mich so an, als wenn du Laufen als Therapieform ansehen würdest.

      Innere Unruhe ist eine ernsthafte Erkrankung. Bewegung kann zwar bei der Bewältigung dieser Krankheit helfen, aber wie bei allen Erkrankungen sollte erst die Ursache für die Probleme gefunden werden.

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