Hockenheimringlauf
Wettkampf

Hockenheimringlauf 2021

Auf dem Hockenheimring, also dort, wo es normalerweise nach Benzin stinkt und das Dröhnen von Motoren zu hören ist, findet jedes Jahr im November ein Laufwettkampf statt: der Hockenheimringlauf. Normalerweise findet der Lauf immer an Allerheiligen statt. Aufgrund von Terminschwierigkeiten wurde er aber in diesem Jahr 14 Tage nach hinten verschoben. Nach 2019 + 2020 (1 Tag vor Beginn des Lockdowns) war ich in diesem Jahr zum dritten Mal in Hockenheim am Start.

Die Ausgangslage

Der Hockenheimring wurde als Rennstrecke für den Motorsport gebaut. Demzufolge ist die Strecke sehr flach. Außerdem gibt es keine engen Kurven. Damit ist der Kurs nicht nur für die Formel 1, sondern auch für einen Laufwettkampf sehr gut geeignet. Der Hockenheimringlauf ist somit als schnelle Laufstrecke bekannt. Eine kleine Einschränkung gibt es aber: bei meinen bisherigen beiden Teilnahmen war es sehr windig.

Ich hatte mich für die 10-km-Distanz angemeldet, die in 2 Runden zurückgelegt werden musste. 2019 hatte ich beim Hockenheimringlauf meine Bestzeit über 10 Kilometer aufgestellt: 47:28 Minuten. Ich wusste aber schon vor dem Start, dass ich in diesem Jahr nicht annähernd an diese Zeit herankommen würde. Nach dem Bienwaldmarathon hatte ich im Training nur wenige schnelle Einheiten gemacht. Auch den Spargellauf und den Parkhausrun war ich ohne spezielle Vorbereitung gelaufen. Eine Zeit von unter 50 Minuten erschien mir aber trotzdem realistisch.

Die Startnummern-Abholung

Nachdem ich vor dem Hockenheimring angekommen war, ging ich durch einen Tunnel um auf die Rennstrecke zu gelangen. Danach ging ich die Treppe zur Anmeldung hoch um meine Startnummer abzuholen. Vor mir in der Schlange war ein Mann, der auch mitlaufen wollte. Allerdings beim 5-km-Lauf. Der war aber schon seit einer halben Stunde vorbei. Die Helferin bot ihm an, dass er stattdessen die 10 Kilometer-Strecke laufen könne. Er sagte spontan zu und musste nicht mal einen Zuschlag bezahlen, obwohl das Startgeld der längeren Distanz 5 Euro höher war 🙂

Vor dem Start beim Hockenheimringlauf
Vor dem Start beim Hockenheimringlauf

Das Rennen

Für den 10-km-Lauf waren 1.200 Teilnehmer angemeldet. Ich reihte mich ungefähr in der Mitte des Startfeldes ein. Dann ertönte das Startsignal. Ich lief los. Schon nach wenigen hundert Metern fielen mir 2 Dinge auf: 1. Ich hatte mich etwas zu weit hinten eingereiht und fühlte mich durch die vor mir laufenden Teilnehmer gebremst. 2. Der Boden war feucht und etwas rutschig. Ich hatte mich für meine schnellen Schuhe – die Asics Gel DS-Trainer 24 – entschieden, die nur wenig Profil haben. Bereits kurz nach dem Start bereute ich meine Schuhwahl, aber es half nichts. Ich konnte die Schuhe ja während des Wettkampfs nicht wechseln, also lief ich weiter.

Trotz des rutschigen Bodens und der ungünstigen Schuhe schaffte ich den ersten Kilometer in 4:45 Minuten. Nach 1,5 km lief ich auf eine Frau auf, die sich alle 5 Schritte räusperte. Ich fand das Geräusch unangenehm, also lief ich schnell an ihr vorbei. Die nächsten 3 Kilometer brauchte ich jeweils 4:55 Minuten. Danach überquerte ich zum ersten Mal über die Ziellinie. Die Kilometer 5 und 6 lief ich jeweils in runden 5 Minuten. Nach dem 7. Kilometer merkte ich, dass ich langsamer wurde. Nur noch 5:05 Minuten. Jetzt wurde es schwierig, mein Zeitziel von unter 50 Minuten zu erreichen.

Der 8. Kilometer war mit 5:15 Minuten noch ein gutes Stück langsamer. Das merkte ich auch daran, dass die Frau mit dem Räuspern mich wieder überholte. Zum Glück lief sie schnell vorbei. Auch der 9. Kilometer war mit einer Zeit von 5:15 wieder deutlich zu langsam. 1 Kilometer noch! Jetzt mobilisierte ich meine letzten Kräfte und wurde auch wieder etwas schneller. Ich lief über die Ziellinie und schaute auf meine Uhr, die mir eine Zeit von 50:56 Minuten anzeigte.

Mein Fazit zum Hockenheimringlauf 2021

Die Organisation des Hockenheimringlaufs war wie immer perfekt. Über 1.000 Läufer sorgten für eine tolle Atmosphäre. Mit der Olympia-Teilnehmerin Sabrina Mockenhaupt war sogar eine prominente 10.000-Meter-Läuferin am Start. Sie gewann auch die Damen-Konkurrenz. Schnellster Läufer im Feld war der Karlsruher Markus Görger, der die 10 Kilometer in weniger als 29 Minuten schaffte. Eine tolle Zeit!

Mit meiner Zeit war ich weniger zufrieden. Die Bedingungen waren gut, im Gegensatz zu den beiden Vorjahren war es diesmal sogar windstill. Die mangelnde Vorbereitung und ein paar zusätzliche Kilos, die ich nach den beiden Marathons zugelegt hatte, machten sich doch etwas stärker bemerkbar, als ich vor dem Rennen gedacht hatte. Das Schöne beim Laufsport ist aber, dass es mehr als genug Wettkämpfe gibt. So gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es beim nächsten Rennen wieder besser für mich läuft.

Erik betreibt dieses Laufblog und ist ein begeisterter Läufer. Er trainiert viermal die Woche, startet bei Lauf-Wettkämpfen und bei Parkruns. Wenn du ihn triffst und er läuft gerade nicht, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Verwechslung ;-)

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