Monnem Cross
Laufberichte

Monnem Cross 2022

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Am Samstagmittag bin ich beim Monnem Cross mitgelaufen. Wofür der ungewöhnliche Name steht und was ich dort erlebt habe, könnt ihr in meinem Laufbericht nachlesen.

Der Name Monnem Cross

Für Menschen, die nicht aus der Rhein-Neckar-Region kommen, erkläre ich noch kurz den ungewöhnlichen Namen. Monnem ist dort die Mundartbezeichnung für Mannheim. Die Einwohner der kurpfälzischen Stadt nennen sich auch nicht Mannheimer, sondern Monnemer. Das Wort Cross ist die Abkürzung für den Crosslauf. Deutsche Bezeichnungen dafür sind Querfeldein- oder Geländelauf.

Die Strecke beim Monnem Cross

Etwas ungewöhnlich für einen Crosslauf ist, dass der Monnem Cross komplett auf einem Vereinsgelände ausgerichtet wird. Neben dem Michael-Hoffmann-Stadion der gastgebenden MTG Mannheim gibt es dort noch einige Grünflächen, einen Pistolenstand und eine Tennishalle. Der Monnem Cross führt um diese Anlagen herum.

Die Strecke beim Monnem Cross ist 2 Kilometer lang und sehr abwechslungsreich. Zum einen gibt es mit Gras, Waldboden, Schotter, Asphalt und Sand viele verschiedene Untergründe. Zum anderen sind auch die Hindernisse sehr unterschiedlich.

Das erste Hindernis war für mich auch gleich das Schwierigste. Drei Kinderhürden musste ich im Abstand von wenigen Metern überspringen. Der Begriff Kinderhürde hört sich harmlos an, aber da ich keine große Hürdenlauf-Erfahrung habe, war das Drüberspringen nicht so einfach. Dann gab es noch auf dem Boden platzierte Strohballen. Da reichte ein kleiner Hüpfer, um auf die andere Seite zu gelangen. Damit die Strecke nicht langweilig wurde, führte sie noch durch ein Beach-Volleyball-Feld. Danach ging es an einer Böschung steil bergauf. An zwei weiteren Stellen führte die Strecke dafür steil nach unten. Kurz vor Schluss gab es noch ein Hindernis aus aufeinander gestapelten Autoreifen.

Ein Blick zurück

Vor zwei Jahren war ich zum ersten Mal beim Monnem Cross dabei. Damals hatte ich gerade eine halbjährige Verletzungspause hinter mir und war erst seit vier Wochen wieder im Training. Dementsprechend mäßig war auch meine Laufzeit. Für die 12 Kilometer hatte ich 1:11 h gebraucht. Das reichte nur für den drittletzten Platz in der Gesamtwertung.

Vor dem Start

Der Start war am Samstagmittag um kurz nach 12 Uhr. Das reichte noch, um vorher beim Parkrun Neckarau mitzumachen. Außerdem lief ich noch die Einführungsrunde beim Monnem Cross mit, die ich zum Fotografieren der Hindernisse nutzte. Vor dem Start hatte ich also schon 7 Laufkilometer in den Beinen.

Beim Monnem Cross gibt es eine 6-km- und eine 12-km-Distanz. Ich hatte mich für die längere Strecke entschieden, musste also 6 Runden laufen. Um mir das Runden zählen zu vereinfachen, bekam ich an der Startnummernabholung sechs Gummiringe ausgehändigt, die ich mir über den rechten Unterarm streifte. Nach jeder vollendeten Runde warf ich einen Gummiring in eine der beiden bereitstehenden Kisten.

Mein Laufziel war klar abgesteckt. Ich wollte meine Scharte aus dem Jahr 2020 auswetzen und eine deutlich bessere Zeit laufen.

Das Rennen

Die 6-km- und 12-km-Läufer starteten gemeinsam auf einer großen Grünfläche. Nach dem Startschuss sortierte sich das Feld rasch. Die schnellen Läufer waren bald außer Sichtweite. Direkt vor mir waren 2 Läufer, die ungefähr mein Tempo liefen und die ich deshalb nicht überholen konnte. Bei jedem anderen Rennen wäre das nicht tragisch gewesen, aber bei diesem Lauf musste ich vor jedem Hindernis etwas abbremsen, damit ich nicht Gefahr lief, ihnen in die Hacken zu springen. Die Kinderhürden übersprang ich zwar etwas breitbeinig, schaffte sie aber sicher. Nach 10:43 Minuten hatte ich die erste Runde abgeschlossen.

Auch in der 2. Runde liefen die beiden vor mir her und sorgten dafür, dass ich mich beim Überwinden der Hindernisse voll konzentrieren musste. Nach 11:01 Minuten warf ich meinen zweiten Gummiring in einen Karton. Zu Beginn der 3. Runde liefen die beiden Läufer vor mir zum Getränkestand, um sich einen Becher Wasser zu holen. Ich rannte weiter und hatte somit endlich freie Bahn. Bei der dritten Kinderhürde blieb ich hängen. Die Hürde fiel aber nicht um und ich konnte einen Sturz vermeiden. Nach 10:36 Minuten hatte ich die Runde beendet.

Zu Beginn der 4. Runde leerte sich die Strecke. Von den ursprünglich 59 Startern liefen 43 nach 3 Runden über die Ziellinie. Jetzt hatte ich vor und hinter mir genügend Platz. Teilweise war es sogar etwas einsam, weil ich gar keine anderen Läufer mehr sah. 11:10 Minuten später war auch diese Runde zu Ende.

In der 5. Runde hatte ich gerade die Kinderhürden hinter mir gelassen, als ich merkte, dass ich langsamer wurde. Inklusive der vor dem Start gelaufenen Distanz hatte ich schon 16 Laufkilometer in den Beinen. Aber es waren jetzt nur noch 1,5 Runden bzw. 3 Kilometer. Also, kein Grund, um mich hängenzulassen. Nach 11:28 Minuten flog der vorletzte Gummiring in die Kiste.

Die 6. Runde nutzte ich, um mich bei allen Streckenposten, an denen ich vorbeikam, zu bedanken. Ohne Helfer geht es schließlich nicht. Zum letzten Mal sprang ich über die 3 Kinderhürden und konnte sie sturzfrei überwinden.

200 Meter vor dem Ziel sah ich noch einen Läufer vor mir. Ob ich den einholen konnte? Ich wollte es zumindest versuchen und zog einen Schlussspurt an. Ich holte Meter um Meter auf. Nach dem Sprung über die Autoreifen merkte ich aber, dass es nicht mehr reichte. Der andere Läufer war zu weit weg. Die Enttäuschung währte aber nur kurz, denn kurz vor dem Ziel bog er ab und startete in seine 6. Runde. Ich beendete dagegen das Rennen und lief nach 1:06:51 h über die Ziellinie.

Mein Fazit zum Monnem Cross

Der Monnem Cross ist für mich eine willkommene Abwechslung in meinem Läuferalltag. Da geht es nicht nur darum, möglichst schnell geradeaus zu laufen. Das Springen über die Hindernisse erfordert auch ein genaues Timing.

Im Gegensatz zu meinem Start vor 2 Jahren habe ich meine Zeit um mehr als 4 Minuten unterboten. Im Gesamtklassement landete ich auf Platz 10 von 16 Teilnehmern. Insgesamt konnte ich mit meiner Leistung also zufrieden sein.

Kinderhospiz Sterntaler
Ein Werbebanner für das Kinderhospiz Sterntaler

Schade ist nur, dass beim Monnem Cross so wenige Läufer am Start waren. Dieser gut organisierte Crosslauf hätte mehr Teilnehmer verdient. Zumal ein Teil der Einnahmen als Spende an das Mannheimer Kinderhospiz Sterntaler geht.

Getragener Laufschuh: Brooks Cascadia 16*

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Erik betreibt dieses Laufblog und ist ein begeisterter Läufer. Er trainiert viermal die Woche, startet bei Lauf-Wettkämpfen und bei Parkruns. Wenn du ihn triffst und er läuft gerade nicht, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Verwechslung ;-)

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