Ich stehe vor dem Nikolauslauf in Bad Schönborn vor einem Gebüsch. Ich trage eine rot-weíße Nikolausmütze, eine türkisfarbige Laufjacke, auf der meine Startnummer 415 befestigt ist. An den Beinen trage ich eine dunkelblaue Laufhose und an den Füßen weiße Laufschuhe. Ich strecke beide Daumen nach oben.
Laufberichte

Nikolauslauf Bad Schönborn 2025

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Beim Nikolauslauf in Bad Schönborn 2025 waren neben mir über 500 weitere Läufer am Start. Den heiligen Nikolaus hat aber keiner von ihnen gesehen. Kein Wunder, schließlich fand der Lauf erst am 7. Dezember statt.

Vor dem Start

Im letzten Newsletter hatte ich bekannt gegeben, dass ich mich zum ersten Mal für den Nikolauslauf Bad Schönborn angemeldet habe. Das war allerdings nicht richtig. Durch Zufall bin ich auf meinen Laufbericht vom Nikolauslauf 2022 gestoßen. Eigentlich hätte mir der Lauf auch in Erinnerung geblieben sein müssen. Nach dem Rennen blieb die Dusche nämlich kalt und in der Umkleidekabine gab es einige böse Worte deswegen. Aber Schwamm drüber. Ich kann schon mal vorab verraten, dass in diesem Jahr warmes Wasser aus den Duschhähnen strömte 🙂

Kein Zeitziel

Wie vor drei Jahren setzte ich mir auch diesmal kein Zeitziel. Der Nikolauslauf in Bad Schönborn bietet nämlich einige steile Hügel. Deshalb rechnete ich auch nicht mit einer Zeit von unter 60 Minuten.

Der Lauf

Der Start war vor der Schönbornhalle. Nach dem etwas überraschend kommenden Startschuss führte der erste Kilometer durch den Ort. Danach wurde es matschig. Die Strecke führte nämlich über einen Feldweg Richtung Wald. Auf dem halben Weg dorthin überholte uns ein Läufer mit einem Kostüm, das zur einen Hälfte aus einem Nikolaus und zur anderen Hälfte aus einem Rentier bestand. Das veranlasste eine Läuferin vor mir zu diesem amüsanten Kommentar:

Klar, dass du mit deinem Rentier schneller bist.

Läuferin beim Nikolauslauf in Bad Schönborn

Für die ersten beiden Kilometer brauchte ich 11:47 Minuten. Das ließ sich doch gut an. Nach drei Kilometern kam aber die erste, langgezogene Steigung. Ich lief langsam hoch. Kurz danach kam der zweite Hügel. Kaum hatte ich mich davon erholt, kam schon die dritte heftige Steigung. Insgesamt führte das zu einer sehr mittelmäßigen 5-km-Zeit: 31:19 Minuten.

Die 10-km-Strecke des Nikolauslaufs in Bad Schönborn

Eigentlich ist die Phase zwischen dem 6. und 7. Kilometer immer der Moment, in dem ich das Tempo etwas herausnehmen muss. Dass es diesmal anders war, lag ganz einfach daran, dass die Strecke nach den langen Abstiegen abwärts führte. Danach verließen wir den Wald. Es wurde also erneut schlammig. Nach 8 Kilometern erreichten wir wieder den Ort.

Zwei Läuferinnen überholten mich und bedankten sich bei mir, dass ich ihnen (ungewollt) Windschatten gewährt hatte. Ich äußerte meine Vermutung, dass sie mich jetzt bestimmt abhängen würden. Dagmar und Katharina, so stellten sich die beiden Läuferinnen vor, versicherten mir, dass sie das auf keinen Fall tun würden.

Der letzte Streckenkilometer führte über die asphaltierte Hauptstraße von Bad Schönborn. Ich konnte also etwas Zeit gutmachen und überquerte nach 1:01:26 h die Ziellinie. Dagmar und Katharina waren 10 Sekunden vor mir im Ziel.

Mein Fazit zum Nikolauslauf in Bad Schönborn

Nach dem Rennende ging ich zur Verpflegungsstelle und gönnte mir einige Becher heißen Tee. Eigentlich war ich mit meiner Leistung ganz zufrieden. Eine Zeit von unter einer Stunde war bei diesen heftigen Anstiegen sowieso nicht realistisch gewesen. Ich betrachtete meine Schuhe, die sehr verschlammt waren. Auf einmal fiel mir auf, dass ich die falschen Laufschuhe trug.

Normalerweise trage ich bei den Rennen meine leichten Brooks. Diesmal hatte ich beim Anziehen zu den falschen Laufschuhen gegriffen. Ich trug meine anderen Brooks-Schuhe, die zwar gut gedämpft, aber auch 100 Gramm schwerer sind. Da sie beide weiße Sohlen haben, hatte ich sie in der Eile verwechselt. Jetzt ärgerte ich mich doch ein wenig über mich. Mit den richtigen Schuhen wäre vielleicht doch eine Zeit von unter einer Stunde drin gewesen.

Dieses Erlebnis zeigte mir aber auch, dass man als Läufer nie auslernt und es den perfekten Lauf einfach nicht gibt. Obwohl ich schon zig Rennen gelaufen bin, passierte es mir zum ersten Mal, dass ich bei einem Wettbewerb die falschen Schuhe trug.

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Erik betreibt dieses Laufblog und ist ein begeisterter Läufer. Er trainiert vier- bis fünfmal die Woche, startet bei Lauf-Wettkämpfen und bei Parkruns. Wenn du ihn triffst und er läuft gerade nicht, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Verwechslung 😉

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