Vor dem Trierer Silvesterlauf stehe ich vor dem Trierer Dom. Ich trage eine gelbe Mütze, eine schwarz-gelbe Jacke, eine schwarze Hose und schwarz-weiße Laufschuhe. Auf meinem Bauch trage ich die Startnummer 2858.
Laufberichte

Trierer Silvesterlauf 2025

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Normalerweise starte ich am Jahresende beim Silvesterlauf in Schifferstadt, aber dieses Jahr sollte es was Besonderes sein. Ich fuhr zur Mosel, um beim traditionsreichen Trierer Silvesterlauf mitzulaufen.

Meine Anmeldung

Eigentlich hatte ich ja schon länger geplant, mich beim Trierer Silvesterlauf anzumelden. Aber irgendwie kam immer was dazwischen. Ich schaffte es tatsächlich erst am 21. Dezember. Zu dem Zeitpunkt war der Hauptlauf allerdings schon ausgebucht. Das war aber nicht so tragisch. Es gab ja noch einen Männerlauf, der mit einer Distanz von 5 Kilometern genauso lang wie der Hauptlauf war.

Mein erster Männerlauf

Frauenläufe gibt es ja viele, aber von einem reinen Männerlauf hatte ich noch nie gehört. Ein wenig Bedenken hatte ich ja schon. Wimmelt es dort etwa von testosterongestählten Männern, die um jede Sekunde kämpfen? Wird dort mit dem Ellenbogen um jede Platzierung gerungen? Werden andere Männer zur Seite geschubst, wenn sie einem Läufer im Weg sind?

Wo ist die Startnummernausgabe?

Als ich kurz vor dem Hauptmarkt war, wo der Trierer Silvesterlauf stattfand, fragte ich einen Helfer nach der Startnummernausgabe. Er meinte, ich solle nach links gehen. Einige Meter weiter meinte ein anderer Helfer, ich solle geradeaus gehen. Als ich am Hauptmarkt war, fragte ich eine junge Helferin nach der Startnummernausgabe. Sie wusste es nicht, weil sie zum ersten Mal dabei war.

Inzwischen war ich im Zielbereich angelangt. Dort fragte ich einen Mann von der Security. Er hatte keine Ahnung, verwies mich aber zur Bühne. Dort fragte ich eine Helferin. Sie wusste es nicht, rief mir aber einen anderen Helfer.

Der erklärte mir, ich solle zum Dom gehen. Der Weg zur Ausgabe wäre genau ausgeschildert. Auf dem Weg dorthin traf ich einen Läufer mit einer Startnummer. Er verwies mich auf den Weg links neben dem Dom. Irgendwo dahinter wäre eine Schule. Dort könnte ich meine Startnummer abholen. Als ich am Dom vorbeiging, war auf der Straße ein Schild befestigt, dass auf den Weg zur Ausgabe hinwies.

Hinter dem Dom traf ich drei Läuferinnen, die mir die Schule zeigten. Dort angekommen, bekam ich endlich die begehrte Startnummer für den Trierer Silvesterlauf 🙂

Mein Zeitziel

Die 5-Kilometer-Distanz laufe ich ja regelmäßig beim Parkrun. Dort lag meine Jahresbestzeit bei 27:36 Minuten. Ich nahm mir vor, den Trierer Silvesterlauf unter 28 Minuten zu laufen. Vielleicht schaffte ich am letzten Tag des Jahres auch noch eine neue Jahresbestzeit.

Der Lauf

Der Trierer Silvesterlauf startete am Hauptmarkt. Es waren insgesamt 5 Runden à 1 Kilometer zu laufen. Die trapezförmige Strecke führte durch die Trierer Altstadt.

Über 450 Männer waren angemeldet. Vor mir im Startblock stand ein junger Mann mit zwei verschiedenfarbigen Schuhen. Als ich ihn darauf ansprach, meinte er, dass er die Schuhe so gekauft hätte 🙂

Läufer mit verschiedenfarbigen Schuhen

Nach dem Startschuss gab es ein kurzes Gedränge, das aber nicht schlimmer war als bei anderen Läufen. Die ersten Meter führten über Kopfsteinpflaster. Die Strecke war feucht, aber nicht rutschig.

Ich hatte mich in der Mitte des Startblocks einsortiert. Trotzdem wurde ich auf den ersten 300 Metern überraschend oft überholt. Anscheinend waren einige schnelle Läufer im hinteren Bereich des Feldes gestartet.

Nach 400 Metern bog die Strecke links ab. Dort stand eine Musikgruppe. Nach weiteren 150 Metern folgte die zweite Linkskurve. Es ging zurück Richtung Start. Für die erste Runde hatte ich 5:39 Minuten gebraucht. Das war etwas langsamer als geplant. Überall an der Strecke standen Menschen und feuerten die Läufer an. Es war eine tolle Stimmung.

Die zweite Runde lief ich in 5:26 Minuten. Das sah schon besser aus. Vielleicht war die Jahresbestzeit noch drin. Auf der dritten Runde fiel mir ein kleines Mädchen auf, das vor mir lief. Sie hatte sich anscheinend auf die Strecke geschmuggelt.

Für die dritte Runde brauchte ich 5:29 Minuten. Der Start war um 16:40 Uhr gewesen. Da dämmerte es bereits. Inzwischen war es dunkel geworden. Die Strecke war aber gut beleuchtet. Nach weiteren 5:29 Minuten hatte ich auch den vierten Kilometer geschafft.

Jetzt mobilisierte ich die letzten Kräfte. Noch einmal lief ich an der Sprecherin vorbei, die alle Läufer anfeuerte. Die letzte Linkskurve. Ich gab nochmal alles und überquerte nach 27:45 Minuten die Ziellinie.

Mein Fazit zum Trierer Silvesterlauf

Meine Jahresbestzeit hatte ich um neun Sekunden verpasst. Das war aber nicht weiter tragisch. Eigentlich war ich mit meiner Zeit beim Trierer Silvesterlauf zufrieden.

Am Tag danach besuchte ich in Trier noch den Mattheiser Weiher und lief beim Parkrun mit. Was ich dort erlebt habe, schildere ich in der nächsten Ausgabe des Newsletters, die voraussichtlich in der nächsten Woche an die Abonnenten verschickt wird.

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Erik betreibt dieses Laufblog und ist ein begeisterter Läufer. Er trainiert vier- bis fünfmal die Woche, startet bei Lauf-Wettkämpfen und bei Parkruns. Wenn du ihn triffst und er läuft gerade nicht, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Verwechslung 😉

4 Kommentare

  • Bernd Märcz

    Ein sehr anschaulicher Bericht, ich nehme mir zwar auch immer vor, nicht mehr irgendwelche Bestzeiten unterbieten zu wollen, aber sobald der Startschuss gefallen ist … Die Haupsache aber ist, man hat Spass daran und lese ich aus deinen Artikeln immer wieder. 👍

    • Erik

      Ja, sobald der Startschuss gefallen ist, sind alle guten Vorsätze vergessen. Das ist bei mir auch so. Ich sehe es aber nicht mehr so verbissen mehr wie früher. Ein Lauf kann auch Spaß machen, wenn man sein Ziel nicht erreicht hat 🙂

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