Parkhausrun
Wettkampf

Parkhausrun in Ludwigshafen

Am vergangenen Wochenende war ich beim Parkhausrun in Ludwigshafen am Start. Dabei handelte es sich um einen im wahrsten Sinnes des Wortes “einmaligen” Lauf. Das titelgebende Parkhaus wird nämlich Anfang 2022 zusammen mit dem dazugehörigen Einkaufszentrum abgerissen. In diesem Artikel erfahrt ihr wie ich den Lauf absolviert habe und welche Probleme mir das Rundenzählen bereitet hat.

Die (kurze) Geschichte des Parkhausruns

Die Idee für diese Veranstaltung hatte ein Feuerwehrmann. Als er einen Einsatz in dem Einkaufszentrum hatte und von dem geplanten Abriss hörte, schlug er dem Management einen Lauf durch das angrenzende Parkhaus vor. Die Chefs waren von dem kreativen Vorschlag begeistert und gaben ihr Einverständnis für den Parkhausrun.

Vor dem Start

Der Parkhausrun wurde von der Ludwigshafener Laufgemeinschaft Sandboxwarriors organisiert. Eine Runde durch das Parkhaus war 1,8 Kilometer lang und hatte 35 Höhenmeter. Es wurden 3 Strecken über 5,4 Kilometer (3 Runden), 10,8 Kilometer (6 Runden) und 21,6 Kilometer (12 Runden) angeboten. Ich entschied mich für die längste Distanz, die rund 500 Meter länger als ein Halbmarathon war. Als Zeitziel nahm ich mir eine Zeit von ungefähr 2 Stunden vor.

Kurz vor dem Start traf ich noch Christian, der den Laufblog brennr.de betreibt. Insgesamt war das Läuferfeld recht übersichtlich, da sich nur 45 Teilnehmer für die längste Distanz angemeldet hatten.

Der Lauf

Ein ungewöhnlicher Startbefehl

Direkt vor uns starteten die Läufer des 10,8-Kilometer-Laufs. Diesen wurde noch erklärt, dass sie 6 Runden zu laufen hätten, jeder seine Runden selbst zählen müsse und dass es eine Spendenmatte für Athletes for Charity geben würde. Wir warteten so lange an der Seitenlinie des Startblocks. Dann ertönte das Startkommando und die 10,8- Kilometerläufer gingen auf die Strecke. Direkt danach bekamen wir den ungewöhnlichen Startbefehl “ihr kennt jetzt ach loslaafe” zu hören und liefen den kurz zuvor gestarteten Läufern hinterher.

Über das Rundenzählen machte ich mir nicht viele Gedanken. Schließlich hatte ich ja meine Coros Pace 2, die mir die absolvierten Runden anzeigte. Ich musste nur nach jedem Durchlauf die Zwischenzeit abdrücken.

Nach 100 Metern ging es raus ins Freie und wir liefen die erste Rampe hoch. Draußen war es zwar kalt, aber es regnete nicht. Allerdings blies ein eisiger Wind. Nach jeder Rampe lief ich über das jeweilige Parkdeck bis zur nächsten Rampe. Nach der 3. Rampe landete ich auf dem obersten Parkdeck, das ich überquerte und über eine weitere Rampe wieder nach unten lief. Nach etwas weniger als 10 Minuten hatte ich die erste Runde geschafft und drückte die Zwischenzeit ab.

Probleme mit dem Rundenzählen

Da ich nicht vor hatte Bestzeit zu laufen und mir ein großzügiges Zeitziel gesteckt hatte, prüfte ich nur in unregelmäßigen Zeitabständen meine Laufzeit. Nach etwas mehr als einer halben Stunde wollte ich es genauer wissen und rief die Rundenansicht auf. Meine Uhr zeigte mir 6 absolvierte Runden an. Das kam mir sehr seltsam vor. 6 Runden wären ja 10,8 Kilometer und ich hätte meine 10-Kilometer-Bestzeit um 15 Minuten unterboten. So schnell war ich doch gar nicht unterwegs. War die Strecke vielleicht kürzer als 1,8 km? Oder musste ich mehr als 12 Runden laufen?

Nach dem nächsten Durchlauf blieb ich kurz stehen und fragte eine Dame von der Zeitmessfirma, wie viele Runden ich zu laufen hätte. Sie bestätigte mir, dass es 12 Runden wären. Ich lief weiter, konnte mir meine schnelle Zeit aber nicht erklären. Nach einer knappen Stunde wurden mir bereits 11 Runden angezeigt. Ich blieb nochmals stehen um mit einem Mitarbeiter der Zeitmessfirma zu sprechen. Der sagte mir, dass ich erst 6 Runden gelaufen wäre. Meine Uhr zeigte mir also die falsche Rundenzahl an.

Von da an zählte ich die Runden selbst und guckte nicht mehr auf die Rundenanzeige der Uhr. Die nächsten Runden lief ich sehr gleichmäßig in ca. 10 Minuten/Runde. In der letzten Runde legte ich noch einen Schlussspurt hin und schaffte sie in 9:45 Minuten. Nach 1:58 h war ich im Ziel und bekam eine Medaille überreicht.

Die Rundenzählfunktion der Coros Pace 2

Nach dem Lauf sah ich mir die Auswertung meiner Coros Pace 2 an. Dort sah ich, dass nach 1 Kilometer automatisch eine neue Runde gestartet wurde. Nach dem manuellen Abdrücken von mir wurde eine weitere Runde gestartet. Nach einer gelaufenen Runde von 1,8 Kilometern wurden mir also 2 Runden angezeigt. Außerdem funktionierte der GPS-Empfang nicht überall. Die ungewöhnliche Zählweise und der schlechte GPS-Empfang im Inneren des Parkhauses führten dazu, dass mir eine falsche Rundenzahl angezeigt wurde.

Nachtrag: Auf einer Facebook-Seite von Coros-Usern habe ich einen Tipp bekommen, wie ich die Runden richtig tracken kann. Vor dem Lauf soll ich die Rundenlänge auf 1,8 Kilometer einstellen. Dazu drücke ich die Krone, wähle die Sportart “Laufen” und danach “Einstellungen”. Unter “Aktivitätsalarm” wähle ich den “Distanz-Alarm”. Dort kann ich die Runde auf 10 Meter genau einstellen.

Nachtrag 2: Ich habe auch noch einen ausführlichen Artikel zum Thema Rundenzählen geschrieben.

Mein nächster Wettkampf

Am Sonntag bestreite ich den nächsten Wettkampf. Ich starte auf dem Hockenheimring und laufe dort die 10 km-Distanz. Die Strecke gilt als sehr schnell, aber auch als windanfällig.

Erik betreibt dieses Laufblog und ist ein begeisterter Läufer. Er trainiert viermal die Woche, startet bei Lauf-Wettkämpfen und bei Parkruns. Wenn du ihn triffst und er läuft gerade nicht, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Verwechslung ;-)

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